Semper Dowland!


  • Andreas Scholl – Countertenor 
  • Stylus Phantasticus Consort: Martin Jantzen, Beatriz López Paz, Thomas Fields, Katharina Lampersperger – Viole
  • da gamba, Evangelina Mascardi – Renaissancelaute
  • Friederike Heumann – Viola da gamba & Leitung

Späte Blüten blühen besonders schön – dieses poetische Bild gilt ganz besonders für die Musik der späten Renaissance in England. Hinter der großen, unerklärlich schmerzlichen Schönheit schimmert die Endlichkeit bereits hindurch; Träume sind Illusionen, Sehnsucht ist unerfüllte Sehnsucht, Liebe ist unglückliche Liebe, Glück ist vergangenes Glück und Schlaf ist ewiger Schlaf. Diese Versenkung in die Vergänglichkeit hatte im England des späten 16. und frühen 17. Jahrhundert einen Namen: Melancholie. Melancholie als ästhetischen Genuss zu stilisieren – wohl kaum ein Komponist der Zeit beherrschte diese Kunst besser als John Dowland (ca. 1563–1626). Sein 1597 erschienenes First Booke of Songes or Ayres machte durch seinen großen Erfolg das kunstvolle Lied in England zu einem Trend und löste damit einen regelrechten Hype aus.
Countertenor-Star Andreas Scholl und das Stylus Phantasticus Consort feiern gemeinsam den Meister der Melancholie!


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